Pulse Trends: Sperrstunde bei Instagram, KI redet für sie, Bauchgefühl oder Angst

Hi, ich bin’s, Andy. Es geht wieder los mit dem Freitagsnewsletter, auf den viele von euch lange gewartet haben.

In der Pause hat sich bei Pulse viel getan: Die Pulse Ministries gGmbH ist gegründet, die Webseite ist jetzt wie eine App und Pulse spricht fünf Sprachen. Dazu bekommst du nächste Woche eine eigene Mail. Heute erst mal das, wofür du dich angemeldet hast.

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Viel Spaß beim Lesen. Das ist diese Woche drin:

Meta sperrt Teens nachts aus und will, dass TikTok mitzieht, junge Erwachsene lassen ChatGPT ihre Gespräche führen, und Gen Z fragt TikTok, ob ihr Bauchgefühl stimmt. Aber zuerst:

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Slang der Woche: »That’s AI«. Wenn Gen Alpha etwas lahm findet, heißt es nicht mehr »cringe«, sondern »that’s AI«. Erst für Videos, die nach Maschine aussehen, inzwischen für alles, was nicht gefällt: ein Foto, auf dem man nicht gut aussieht, Regeln zuhause oder Matheaufgaben. »Das ist doch KI« ist mehr als ein Fake-Vorwurf, es ist der Gefällt-mir-nicht-Button. Laut YPulse cringen 37 Prozent der 13- bis 17-Jährigen bei KI-Musik und KI-Videos.

Drei Gespräche

1. Sperrstunde bei Instagram

Worum es geht: Meta zahlt bis zu 17,1 Milliarden Dollar an die US-Bundesstaaten und verbannt Minderjährige künftig nachts von Instagram und Facebook.

Warum es relevant ist: Der Vergleich beendet die Klagen, Instagram und Facebook hätten Kinder gezielt süchtig gemacht. Wichtiger als das Geld sind die Zusagen für unter 18-Jährige: Nachtsperre von Mitternacht bis 6 Uhr, zwei Stunden Tageslimit, das nur Eltern aufheben können, Schulmodus ohne Push-Nachrichten zwischen 8 und 15 Uhr, versteckte Like-Zahlen. Meta fordert TikTok und YouTube öffentlich auf, mitzuziehen, denn wenn Teens auf einer App eingeschränkt werden, wechseln sie zur nächsten. Doch Kinder finden immer einen Weg. Genau das zeigt Australien nach acht Monaten Verbot für unter 16-Jährige: 26 Prozent der 13- bis 15-Jährigen sind auf TikTok, ein Prozentpunkt weniger als vorher, bei den 10- bis 12-Jährigen ist die Nutzung sogar gestiegen, WhatsApp sprang von 27 auf 36 Prozent. »Kinder wollen Zugang, weil sie verbunden sein wollen, wie wir alle«, sagt Yasmin London von Qustodio. Plattformregeln helfen, ersetzen aber nicht das Gespräch mit deinen Kids.

💬 Frag deine Teens: Wenn dein Handy um Mitternacht dichtmacht, was würde dir fehlen, und was gar nicht?

2. KI redet für sie

Worum es geht: Junge Erwachsene lassen sich von ChatGPT Anmachsprüche, Party-Eisbrecher und Stichpunkte für Gespräche schreiben, berichtet das Wall Street Journal.

Warum es relevant ist: Niharika Abbaraju, 20, Krebsforscherin, lässt sich mitten im Gespräch Bücher zusammenfassen, die sie nicht kennt, damit sie wirkt, »als würde ich manchmal lesen«. Die Stanford-Psychologin Ashleigh Golden nennt das eine »Epidemie des Selbstmisstrauens«, und für den Menschen, der KI-Text weiterreicht, ohne ihn zu lesen, gibt es schon ein Wort: »Meat Proxy«, der Fleisch-Stellvertreter. Während die einen sich Worte leihen, verachten die anderen alles, was danach aussieht (siehe Slang der Woche). Das eigentliche Problem ist nicht die KI, sondern dass Jugendliche ihren eigenen Worten nicht mehr trauen, weil die polierte Version nur einen Klick entfernt ist.

Wer sich für jedes Gespräch eine bessere Version von sich promptet, lernt nie, dass er gut genuuuuug ist.

💬 Frag am Küchentisch: Hast du schon mal eine KI gefragt, was du jemandem antworten sollst? Wie hat es sich angefühlt, das dann zu sagen?

3. Bauchgefühl oder Angst?

Worum es geht: Die Suchanfragen nach »Intuition« sind in diesem Jahr um 40 Prozent gestiegen, in den USA wie in Deutschland, weil junge Leute herausfinden wollen, was ein gesundes Warnsignal ist und was ein ängstlicher, aufdringlicher Gedanke.

Warum es spirituell ist: Im Frühjahr legte eine kleine Umfrage unter 2.000 Amerikanern nahe, dass Gen Z sich von allen Generationen am ehesten für »hellsichtig« hält. Aber wie Axis damals berichtete, sagten 35 Prozent der Befragten auch, sie könnten Intuition und Angst nicht auseinanderhalten. TikTok füllt die Lücke: Über 1,5 Millionen Beiträge tragen das Hashtag #intuition, viele davon über genau diesen Unterschied, und die Regel dort ist einfach: Intuition ist wahr, vertrauenswürdig und positiv, Angst ist übertrieben, irrational und negativ. Eine 20-Jährige aus der Schweiz erzählt zum Beispiel, wie sie nachts auf dem Parkplatz einer Bank nicht ausstieg und im Fernlicht einen Mann im Gebüsch sah: 750.000 Views, in den Kommentaren viele ähnliche Geschichten. #intuitiontest-Videos sind ein eigenes Genre: Zuschauer raten, in welcher geschlossenen Hand der Kristall liegt oder welche verdeckte Karte die Herzdame ist, auf Deutsch macht das der Mentalist Timon Krause. Nur zeigt diese Spiritualität selten in Richtung Heiliger Geist. Das meiste dreht sich um Manifestieren, manches sogar um Hexerei.

💬 Bring es ins Gespräch: Kann Intuition auch etwas Negatives sein? Kann Angst manchmal etwas Positives sein?

»Bist du spiritueller, als du denkst?«, Soul Stirrers auf Deutsch

Das Video ist einer der Soul Stirrers, die es jetzt auf Deutsch gibt: kurze Videos zu den großen Fragen, im Original von unserem Partner Start to Stir, übersetzt von uns, alle auf YouTube. Dazu die erste Gruppenstunde zum Video über Gebet.

Gemeinsam für die nächste Generation,
Andy & Esther, in Zusammenarbeit mit Axis

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Kulturlandschaft

Zum Schluss noch ein kurzer Rundblick:

  1. Chris Schuller geht mit Encounter Campus an Schulen und redet mit Schülern über Glauben, ohne Druck. Das neue Video hat in drei Tagen 20.000 Views. Gesucht: Lehrer, die eine Tür öffnen.
  2. Yahoo hat 50 Kinder zwischen 5 und 14 Jahren nach ihrem Traumberuf gefragt. Kein einziges sagte TikToker, dafür Vulkanologe, Ninja, Feuerwehr, Chirurg. Brendan will zur Feuerwehr wie sein Vater, Zana wegen ihres Großvaters in die Medizin. Vorbilder in der Familie übertrumpfen den Feed.
  3. Die neue PISA-Studie war nach einem Tag aus den Nachrichten, ein Reel fragt, warum. Dabei sagt Bildungsforscher Samuel Greiff über das, was unsere 15-Jährigen heute können: »Das konnten vor zehn Jahren schon die 13-Jährigen.«
  4. In jeder fünften Familie mit Kindern gibt es nur einen Elternteil, sagt Destatis: 373.000 der 16- und 17-Jährigen wachsen bei einem Elternteil auf, mit doppeltem Armutsrisiko. Bei zehn Jugendlichen in deiner Gruppe sind das statistisch zwei.
  5. D3 (»so geht digital«) zeigt Schritt für Schritt, wie ein Förderantrag mit KI entsteht, mit fertigen Prompts. Dazu ein Veranstaltungsfinder mit kostenlosen Webinaren für Vereine und Gemeinden.

💜 Pulse ist Missionsarbeit. Esther und ich machen das in Vollzeit, als Missionare. Uns trägt ein persönlicher Freundeskreis durch Gebet und regelmäßige Unterstützung über die VDM. Wenn dir diese Ausgabe hilft: Werde Teil davon.

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