Teil der Reihe »Coaching-Gespräche«: Wir zeigen an echten Beispielen, wie Gespräche klingen, die geistliche Neugier wecken. Dieses hier dreht sich um Gedanken und Sehnsüchte rund um das Leben nach dem Tod.

Wenn wir nur physische Materie wären und unsere Existenz reiner Zufall, dann dürften wir uns nicht danach sehnen, dass unser Leben auf dieser Erde etwas bedeutet oder dass es irgendwie weitergeht. Aber tief drinnen tun wir es. Das ist geistlich.

»Was hoffst du, passiert, wenn du stirbst?«

Ich war gerade am Ende meiner morgendlichen Gassirunde, als ich auf der Straße ein bekanntes Gesicht traf. In solchen Momenten ergeben sich jede Menge Gelegenheiten, Neugier zu wecken, wenn man danach Ausschau hält.

Mit Blick auf die Schlagzeilen sagte er: »Wir wussten alle, dass es eines Tages passieren würde. Aber es ist trotzdem traurig, das Ende zu sehen.«

»Es ist traurig«, antwortete ich. »Aber ich bin froh, dass sie nicht lange leiden musste. Und es ist auch etwas Gutes, weil sie an einem besseren Ort ist, bei Gott.«

»Glaubst du das wirklich? Ich glaube das nicht.«

»Doch, das tue ich«, sagte ich. »Sie hat ziemlich offen über ihren Glauben an Gott und Jesus gesprochen.«

»Na ja, mir ist das alles ein bisschen zu viel. Wenn wir sterben, sterben wir. Das war's. Da kommt nichts mehr.«

»Kann sein. Aber vielleicht ist es auch erst der Anfang. Was würdest du sagen: Was hoffst du, passiert dann?«

»Ich weiß nicht, ehrlich gesagt. Vielleicht eine Chance zurückzukommen und alles nochmal zu machen. Oder etwas von dem Unterschied zu sehen, den ich gemacht habe … wenigstens die Menschen wiederzusehen, die vor mir gegangen sind. Meine Mutter. Meine Oma. Es wäre schön zu denken, dass es weitergeht, wenn wir hier fertig sind. Aber das tut es nicht.«

»Weißt du, ich finde es interessant, dass du willst, dass es irgendwie weitergeht. Ich frage mich, woher das kommt. Da ist etwas in dir, das sich nach mehr sehnt und will, dass dein Leben etwas bedeutet. Ich bin nicht sicher, ob sich das erklären lässt, wenn wir nur unsere physischen Körper und Gehirne sind. Ich glaube, an dir ist mehr dran, als dir bewusst ist! Ich glaube, du hast eine Seele.«

»Na, das weiß ich ja nicht«, antwortete er mit einem leisen Lachen.

»Doch, ich finde, es lohnt sich wirklich, dem nachzugehen. Und du kennst mich: Ich werde beten, dass du offen bist und dass Gott sich zeigt, während du darüber nachdenkst!«

»Okay. Aber frag mich bloß nicht, wie ich damit vorankomme«, sagte er mit einem Grinsen, als wir uns beide zum Gehen wandten.

»Kein Problem. Ich lasse dich das nächste Mal damit anfangen. Schönen Tag dir, Tony.«

»Dir auch.«

Tipps: So weckst du geistliche Neugier

  • Sei die Art FREUNDLICHER Mensch, mit dem Leute gerne reden
  • WECKE NEUGIER über Sehnsüchte wie die nach einem Leben nach dem Tod
  • VERWEISE AUF GLAUBWÜRDIGE STIMMEN in der Kultur, die über ihren Glauben an Gott sprechen
  • STELLE GUTE FRAGEN
  • DEUTE die Sehnsüchte der Menschen als etwas, das aus der Seele kommt
  • BETE für Menschen und mit Menschen
  • Sieh Evangelisation als PROZESS

💬
Da ist etwas in dir, das sich nach mehr sehnt und will, dass dein Leben etwas bedeutet. Ich glaube, du hast eine Seele.

Schluss mit Rätselraten.
Was Jugendliche wirklich beschäftigt – jede Woche kurz erklärt, damit du mitreden kannst.
Kein Spam. Nur Dinge, die dir helfen, echte Gespräche zu führen.

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In Zusammenarbeit mit Start to Stir. Original von Darin Stevens: »How to Stir Using Longings About the Afterlife«. Deutsche Übersetzung: Andy Fronius (Pulse-Team).