Einige dieser Ideen eignen sich am besten als Teil einer Andacht oder zur Veranschaulichung eines Themas, während andere die gesamte Zeit in Anspruch nehmen werden.
Überlege dir gut, ob die ausgewählten Ideen bei deinen Jugendlichen gut ankommen. Die Chemie in jeder Gruppe ist von Jahr zu Jahr unterschiedlich. Nutze deine Weisheit und deinen Instinkt bei der Auswahl der Ideen. Sie sind erprobt, gewagt, ausgefallen, resolut und verrückt. Gestalte diese Stunden ganz bewusst. Achte darauf, dass du den richtigen Zeitpunkt, die richtige Altersgruppe und den richtigen Moment wählst, um eine dieser Ideen mit deinen Jugendlichen durchzuführen.
#1 Gib es aus Liebe auf
Bibelstellen: Matthäus 25,35-40; Markus 9,41; Lukas 3,11; Apostelgeschichte 11,29
Materialien: Eine Haarschere (oder Haarschneider), ein Hocker, eine Schürze, ein Laken oder Folie als Bodenabdeckung, eine Person, die Haar schneiden kann, ein Klemmbrett mit Papier und Stift, ein paar Leute, die helfen, Geld für die Mission zu sammeln.
Für diese Lektion brauchst du Zugang zu Geldmitteln, die du für Menschen in Not verwenden kannst. (Compassion International, World Vision und andere haben Projekte, die Menschen in armen Ländern helfen.)
Stelle deinen Hocker und deinen »Friseur« vorne im Raum bereit. Beginne mit dem Hinweis auf die schreckliche Not der Menschen in der Welt und auf die Lehre Jesu, dass wir Opfer bringen müssen, um den Schmerz der Leidenden zu lindern. Sage deinen Jugendlichen: »Ich habe eine beträchtliche Summe Geld zur Verfügung, mit der ich das Leid und den Hunger vieler Kinder, die in Armut leben, lindern könnte. Ich werde euch dieses Geld geben, um es den Armen zukommen zu lassen, aber ihr müsst es euch erst durch Opfer verdienen. Ich habe die Erlaubnis, für jeden Jungen, der sich eine Glatze rasieren lässt, und für jedes Mädchen, das sich verpflichtet, eine Woche lang ungeschminkt zur Schule zu gehen, 25 Euro an christliche Hilfsorganisationen zu spenden.«
Wenn das in eurer Gruppe nicht klappt, weil ihr schon eine Gruppe ungeschminkter Glatzköpfe habt, könnt ihr euch auch eigene Opfer ausdenken. Eine Woche lang auf Fernsehen oder Musik verzichten, fünf Tage hintereinander um fünf Uhr morgens zum Gebet gehen und so weiter.

Lass die Jugendlichen entscheiden, ob sie bereit sind, einen so geringen Preis zu zahlen, um Menschen in Not zu helfen. Du kannst den Jugendlichen auch erlauben, ihre eigenen 25 Euro beizusteuern, wenn sie sich nicht dazu entschließen können, sich die Haare schneiden zu lassen oder sich ungeschminkt in der Öffentlichkeit blicken zu lassen, aber trotzdem ein Opfer bringen wollen.
Jedes Mal, wenn ein Junge für einen Haarschnitt aufsteht oder ein Mädchen für »eine Woche ungeschminkt« unterschreibt, lege 25 Euro in ein Glas. So siehst du, wer wirklich bereit ist, ein Opfer zu bringen.
Wenn ein Mädchen sich den Kopf rasieren lässt, lege 100 Euro dazu.
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Jetzt unterstützen#2 Worte, die festkleben
Bibelstellen: Sprüche 12,18-19; Matthäus 12,34-37; Jakobus 3,5-10
Materialien: Große abziehbare Etiketten oder Haftnotizen; Filzstifte; zwei Stücke Tapete, etwa so lang wie eine Person; ein dicker Stift
Gib jedem Jugendlichen zwei Blätter mit Etiketten und einen Filzstift. Bitte sie, auf ein Blatt Schimpfwörter, abwertende Namen, Begriffe oder Bezeichnungen zu schreiben, die beleidigend sind. Auf das andere Blatt sollen sie eine Liste mit positiven Wörtern und Begriffen schreiben, die ermutigend sind und Freundschaft ausdrücken.
Bitte einen Freiwilligen, sich auf ein vorbereitetes Stück Tapete zu legen, und zeichne seinen Umriss nach. Wiederhole das auf einem zweiten Stück Tapete. Lass die Jugendlichen dann die negativen Begriffe auf den einen und die positiven Begriffe auf den anderen Umriss kleben. Lies anschließend die Etiketten vor, als würdest du die Person beschreiben, zu der der Umriss gehört.

Besprecht, wie es sich anfühlt, von anderen als Verlierer, Außenseiter oder Idiot abgestempelt zu werden. Du musst vielleicht gar nicht so sehr auf die Tube drücken. Die meisten Jugendlichen werden verstehen, dass es gute oder schlechte Folgen haben kann, wenn wir Menschen durch unsere Worte und Taten abstempeln. Ermutige deine Jugendlichen, darüber nachzudenken, wie sie anderen ein positives Etikett aufdrücken können.
#3 Der Sterbende
Bibelstelle: 1. Korinther 15,52-57
Materialien: Karteikarten; Bleistifte
Von Zeit zu Zeit erhält ein gläubiger Christ die harte Nachricht, dass ihm nur noch eine kurze Zeit auf dieser Erde bleibt. Die Reaktionen auf diese Nachricht sind unterschiedlich. Manchmal sind diese Menschen bereit, vor eine Gruppe junger Menschen zu treten, die ihr ganzes Leben noch vor sich haben, und aus tiefstem Herzen zu erzählen. Alles, was du tun musst, ist sie vorsichtig zu fragen.

Die Erkenntnisse von Menschen, die nur noch eine begrenzte Zeit zu leben haben, sind in der Regel sehr wertvoll. Frag deinen Gast, ob Fragen erlaubt sind. Lass sie dann von deinen Jugendlichen auf Karteikarten schreiben. Diese Gespräche bieten Entdeckungsmomente, die sich nicht wiederholen lassen. Sie können sehr ernüchternd und emotional sein. Jugendliche, die oft unruhig sind, werden bei dieser Art des Austauschs meist ganz ruhig.
#4 Lebendige Dankeskarte
Bibelstellen: Kolosser 1,11-12; 1. Thessalonicher 5,18; Hebräer 3,13
Materialien: Etliche Filzstifte (auswaschbar); eine Person, die bereit ist, die »Karte« zu sein; Kamera
Wenn deine Jugendgruppe das nächste Mal die Gelegenheit hat, jemandem zu danken, oder du eine Lektion über Dankbarkeit planst, kannst du eine Dankeskarte der menschlichen Art verschicken.

Bitte einen Jungen im Voraus, seine Badehose unter der Kleidung zu tragen. Sage deinen Jugendlichen zum richtigen Zeitpunkt in der Stunde: »Heute werden wir uns auf eine sehr anschauliche Weise bedanken. Wir werden einen lebendigen Dankesbrief gestalten.«
Lass deine Jugendlichen überlegen, was sie der Person, der sie danken wollen, sagen möchten. Während sie überlegen, lass deine »lebendige Dankeskarte« sich bis auf die Badehose ausziehen. Verteile Filzstifte und lass sie loslegen! (Achte darauf, dass die Filzstifte auf Wasserbasis sind und sich von deinem Freiwilligen leicht wieder entfernen lassen.)
Verkleide deine Dankeskarte und schicke sie los, um die frohe Botschaft deiner Gruppe zu »verkünden«. Mache währenddessen ein paar Fotos.
#5 Zeitkapsel der Jugendgruppe

Bibelstellen: Jeremia 29,11-13; Psalm 40,6; Sprüche 19,21; Johannes 14,16-17
Materialien: Ein fester, dicht verschlossener Behälter, der zehn Jahre lang als Zeitkapsel aufbewahrt werden kann; eine Person, die bereit ist, für die Zeitkapsel verantwortlich zu sein und die darin genannten Personen zu kontaktieren, wenn es Zeit ist, sie zu öffnen.
Diese Aktivität kann sich sowohl auf die Gegenwart als auch auf die Zukunft auswirken. Damit sie gut funktioniert, solltest du deine Zeitkapsel-Aktion einige Wochen lang ankündigen.
Bitte deine Jugendlichen, Gegenstände mitzubringen, die Trends und Denkweisen der heutigen Zeit widerspiegeln, und eine Einschätzung darüber abzugeben, wo sie in ihrem geistlichen Leben stehen. Hier sind einige Vorschläge:
- Fotos von sich selbst. (Du kannst auch eine Sofortbildkamera bereithalten, um aktuelle Fotos zu machen.)
- Beispiele oder Bilder aus Zeitschriften oder Ausdrucke von aktuellen Modetrends, populärer Musik, Kleidung oder was auch immer deine Jugendlichen cool finden.
- Eine schriftliche Erklärung darüber, was Gott in ihrem Leben getan hat und wo sie in zehn Jahren sein könnten.
- Persönliche Erinnerungsstücke an Dinge, die ihnen wichtig waren, mit einer Erklärung, warum jeder Gegenstand eine Erinnerung oder einen Wert hat.

Bevor du die Zeitkapsel zusammenstellst, sprich mit deinen Jugendlichen darüber, wie sie Gottes Absicht und Plan für ihr Leben verstehen können. Lies dazu die obigen Bibelstellen sowie Matthäus 7,21, Markus 3,35 und Römer 12,2.
Bringe deine Jugendlichen mit den folgenden Fragen ins Gespräch:
- Wie kann ein Mensch wissen, was Gottes Wille und Plan ist?
- Welche Entscheidungen, Gewohnheiten und Einstellungen, die wir heute haben oder treffen, werden uns in zehn Jahren helfen oder schaden?
- Welche Dinge, für die wir heute viel Zeit, Geld und Kraft aufwenden, werden in zehn Jahren kaum noch von Bedeutung sein und welche Dinge werden auch in zehn Jahren noch von Wert sein?
Lass deine Jugendlichen wissen, dass du sie in zehn Jahren zu einer Zeitkapsel-Öffnungsparty einladen wirst und die Einladung an ihre jetzige Adresse geschickt wird. Achte darauf, dass sie die Adresse ihrer Eltern in das Kästchen schreiben.
#6 Schmutzmagnet
Bibelstelle: 1. Johannes 1,9
Materialien: Eine oder zwei Rollen durchsichtiges 3-Zoll-Packband (du weißt schon, das super-klebrige Zeug); Altpapier; Stifte; Klappstühle; zwei Freiwillige
Wickle zwei Freiwillige von der Hüfte bis zur Schulter mit Klebeband ein, mit der klebrigen Seite nach außen. Gib dem Rest der Gruppe einen Zettel und bitte sie, Wörter aufzuschreiben, die negative oder schlechte Dinge beschreiben, die eine Person im Laufe des Tages denken, sagen oder tun könnte. Ermutige alle, auf so viele Zettel zu schreiben, wie sie möchten, und sie dann zusammenzuknüllen.

Bitte deine Gruppe, sich in zwei parallelen Reihen aufzustellen, etwa einen Meter voneinander entfernt. Stelle die beiden Freiwilligen an die gegenüberliegenden Enden. Auf dein Signal hin versuchen die beiden Freiwilligen, die mit Klebeband umwickelt sind, durch den Spießrutenlauf von einem Ende zum anderen zu gelangen. Auf dem Weg durch den Spießrutenlauf müssen die Jugendlichen auf beiden Seiten versuchen, den Freiwilligen so viele Zettel wie möglich zuzuwerfen. Dabei dürfen sie ihren Platz nicht verlassen. Der »Schmutzmagnet«, an dem die wenigsten Zettel kleben, gewinnt.
Verwende dieses Spiel als Illustration dafür, wie wir jeden Tag Schmutz ansammeln, den Gott uns vergibt, wenn wir ihn darum bitten.
#7 Der Neue
Bibelstellen: Jakobus 2,1-4; Titus 1,8; 1. Petrus 4,9
Materialien: Ein Jugendlicher, den keiner der anderen Jugendlichen kennt. Es sollte jemand sein, der auf seine Rolle vorbereitet ist. (Wahrscheinlich findest du einen solchen Jugendlichen in der Jugendgruppe einer anderen Gemeinde am anderen Ende der Stadt.)
Vor dem Treffen nimmst du Kontakt mit deinem eingeweihten »Lockvogel« auf und erklärst ihm, was du in dieser Stunde vorhast: Du willst testen, wie die Gruppe mit einem neuen Jugendlichen umgeht.
Während des Treffens sollte der Jugendliche eine schüchterne und passive Rolle einnehmen und es den anderen überlassen, das Gespräch zu eröffnen. Lass ihn notieren, welche Jugendliche (wenn überhaupt) auf ihn zukommen, um ein Gespräch zu beginnen oder sich vorzustellen.

Führe ein typisches Treffen durch. Lege den Schwerpunkt deiner Stunde auf die Willkommenskultur. Sage irgendwann etwas wie: »Heute haben wir das Privileg, einen neuen Gast in unserer Mitte zu haben. Lass uns heute herausfinden, wie warmherzig und freundlich unsere Gruppe ist.«
Stelle deine geheime Person vor und bitte um ehrliche Antworten auf Fragen wie diese:
Manche beschweren sich vielleicht, dass sie »hereingelegt« wurden. Der Punkt ist, dass wir immer an die anderen denken müssen, besonders an diejenigen, die neu in der Gruppe sind.
#8 Blitzschnell weg
Bibelstellen: Psalm 103,12; Jesaja 43,25; Hebräer 8,12
Materialien: Pyro-Papier; Filzstift; Streichhölzer oder Feuerzeug
Um zu zeigen, wie schnell und bedingungslos Gott vergibt und unsere Sünden wegnimmt, wenn wir zu ihm kommen, besorge dir Pyro-Papier. Lass deine Jugendlichen verschiedene Sünden aufschreiben, die für ihre Altersgruppe typisch sind. Wenn du einen Funken anzündest, fängt das Pyro-Papier so schnell Feuer, dass es in die Luft geworfen werden kann und sich buchstäblich in einem Augenblick in Luft auflöst. Es hinterlässt keine Rückstände oder Asche.

Vielleicht möchtest du damit experimentieren, bevor du es an den Jugendlichen ausprobierst. Stelle Wasser oder einen Feuerlöscher für die Aktion bereit und beachte Rauchmelder und die Umgebung, damit du sofort reagieren kannst, falls was schiefgehen sollte. Hinweis: Sag ihnen nicht, dass du Pyro-Papier benutzt. Lass sie staunen, wie ihre Sünden plötzlich verschwinden.
#9 Eine persönliche Bibelversion
Bibelstellen: Matthäus 6,24; Johannes 14,15
Materialien: Gebrauchte oder preiswerte Bibel; scharfe Schere oder Messer
Es ist eine schlechte Angewohnheit: Manchmal bauen wir unseren Glauben auf unsere Lieblingsbibelstellen und ignorieren den Rest. Gott erlaubt uns nicht, sein Wort so zu verändern, dass es unseren Wünschen entspricht. Um deutlich zu machen, was es bedeutet, einige biblische Wahrheiten anzunehmen und andere abzulehnen, benutze diesen Schocker.

Blättere in der Bibel und sprich darüber, dass es in der Bibel einige schwierige und sogar unangenehme Lehren gibt. Lies zum Beispiel Matthäus 18,21-22 und sage etwas wie: »Die meisten von uns würden zustimmen, dass Vergebung schön und gut ist. Aber lass uns ehrlich sein. Die Sache mit dem siebenundsiebzigmaligen Vergeben ist extrem und kann niemandem ernsthaft empfohlen werden.« Nimm deine Schere oder dein Messer und schneide diese Lehre aus der Bibel heraus, zerknülle sie und wirf sie auf den Boden.
Mache weiter und streiche Passagen aus, die hart oder geschmacklos sind. Fange sogar an, ganze Bücher und Abschnitte aus der Bibel herauszureißen. Zu den Themen, die du streichen solltest, gehören alles über die Hölle, die Feindesliebe, das Töten von Menschen durch Gott, seltsame Dinge aus der Offenbarung und alttestamentliche Gottesvorstellungen.
In wenigen Minuten hast du eine maßgeschneiderte Bibel. Alle unangenehmen Passagen wurden entfernt. Das zeigt einfach, was in den Herzen der Menschen vorgeht, die Gott nicht beim Wort nehmen wollen. Natürlich musst du deinen Jugendlichen dann versichern, dass die gesamte Bibel das Wort Gottes ist und jeder Teil davon wahr und vertrauenswürdig ist.


