Einführung

Geschichten, die haften bleiben

Eine ganze Jugendstunde mit einer Predigt oder einer Bibelarbeit zu füllen, ist nicht immer die beste Lösung. Manchmal kann ein Thema in kurzer Zeit so gründlich vermittelt werden, dass es keinen Grund gibt, damit weiterzumachen.

Hör dann einfach auf und mach etwas anderes. Nur weil wir eine bestimmte Zeit zur Verfügung haben, heißt das nicht, dass wir sie mit unseren »Weisheiten« füllen müssen. Denke daran, dass die Stunde für die Jugendlichen gemacht ist und nicht die Jugendlichen für die Stunde.

Menschen lieben Geschichten und erinnern sich an sie. Eine gut erzählte Geschichte erzeugt ein inneres Bild. Die Zuhörer sehen die Protagonisten und stellen sich die Umgebung vor, so dass im Kopf ein Film entsteht. Auf diese Weise werden zwei Sinne angesprochen: das »Hören« mit den Ohren und das »Sehen« mit dem Verstand.

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Geschichten waren die wichtigste Lehrmethode Jesu. Er wusste, was eine gute Geschichte ausmacht und welche Wirkung sie hat. Seine Geschichten waren einfach, manchmal humorvoll, aber immer tiefgründig. Die Leute liebten seine Geschichten.

Geschichten, die haften bleiben (Symbolbild) Foto Rick Bundschuh

Beobachte einen guten Geschichtenerzähler und sein Publikum und du wirst sehen, dass sich die Körpersprache der Zuhörer verändert. Das Zappeln hört auf, das Husten wird unterdrückt und während einer dramatischen Pause neigen sich die Zuhörer oft in Richtung des Erzählers. Storytelling fesselt Menschen.

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13 Andachts-Ideen
Du wurdest gefragt bei einer kommenden Veranstaltung eine zehnminütige Andacht zu halten? Hier sind einige gute Ideen für Predigt Illustrationen.

Eine Geschichte erzählen

Eine gute Geschichte muss durch eine Diskussion oder eine Einleitung richtig »aufgebaut« werden. Sie kann mit einer Erklärung oder einer Lehre daraus enden, aber manchmal (vor allem bei älteren Zuhörern) ist es genauso gut, die Geschichte oder das Gleichnis einfach zu erzählen und dann zu sagen: »Stell dir vor«, damit die Zuhörer sich mit der Anwendung und der Bedeutung auseinandersetzen können. Jesus wandte diese Methode am häufigsten an. Seine Jünger mussten ihn bitten, seine Geschichten zu erklären.

Über die Geschichten

Viele der folgenden Geschichten sind wahr. Einige sind eindeutig erfunden. Einige der Geschichten stammen von Nachrichtendiensten, andere kursieren schon seit Jahren unter Geschichtenerzählern. Eine »Geschichtensammlung« ist für jede Person, die mit Jugendlichen arbeitet, hilfreich.

Wahrscheinlich fallen dir noch andere Bibelstellen und Anwendungen ein, die mit diesen Geschichten funktionieren würden. Verwende sie so, wie du es für richtig hältst!

Die 10 besten Gruppenspiele
Welche Spiele machen wirklich Spaß und werden auch nach dem zweiten Mal Spielen nicht langweilig?

#1 Zwei ungleiche Jungen

Zwei ungleiche Jungen (Symbolbild) Foto Rick Bundschuh
Thema: Suche nach dem Guten in jeder Situation.

Bibelstellen: 1. Thessalonicher 1,6; 5,16; 2. Korinther 4,17-18

Es war einmal ein Ehepaar, das hatte Zwillingssöhne, die so unterschiedlich waren wie Tag und Nacht. Der eine beklagte sich und fand an allem etwas auszusetzen. Der andere war ein fröhlicher Optimist, der sich von keiner schlechten Nachricht aus der Ruhe bringen ließ.

Die Eltern hofften, dass sie ihre Söhne zu einer ausgeglicheneren Lebenseinstellung bringen könnten, insbesondere den mürrischen Sohn. Sie versuchten alles, was ihnen einfiel, aber nichts änderte die Einstellung der beiden Kinder.

Schließlich schmiedeten sie einen verzweifelten Plan. Sie räumten zwei Zimmer leer. In das erste stellten sie alle erdenklichen Spielsachen, die sich ein Kind vorstellen kann: Videospiele, Computer, Züge und Rennbahnen. Den anderen Raum füllten sie mit drei Metern Pferdemist.

Die Eltern setzten dann den nörgelnden, pessimistischen Sohn in den mit Spielen gefüllten Raum und den fröhlichen, optimistischen Sohn in den Raum mit dem Pferdemist.

Wahr oder Erfunden?
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Einige Stunden später überprüften sie die Ergebnisse ihres Experiments. Im Raum mit den Spielen fanden sie ihren ersten Sohn zusammengekauert und weinend in einer Ecke. Die Spiele waren nicht einmal angerührt worden.

»Wenn ich damit spiele, könnte ich etwas kaputt machen«, jammerte der Junge. Als die Eltern die Tür zum zweiten Zimmer öffneten, war ihr anderer Sohn nirgends zu sehen. Verzweifelt riefen sie nach ihm. Plötzlich tauchte er unter einem großen Haufen Pferdemist in der Ecke des Zimmers auf.

»Was machst du denn da unten?«, fragten die Eltern erstaunt.

»Na ja«, sagte der Junge mit strahlendem Gesicht, »bei so viel Pferdemist muss hier doch irgendwo ein Pony sein!«

#2 Die Rache

Eine wahre Geschichte

Die Rache (Symbolbild) Foto Rick Bundschuh
Thema: Lass Zorn und Bitterkeit beiseite. Auch wenn die Rache des Ehemanns Ironie in sich trägt, ist diese Geschichte ein guter Einstieg, um darüber zu sprechen, wie wir mit unseren Gefühlen umgehen, wenn uns jemand ärgert oder uns Unrecht tut.

Bibelstellen: Matthäus 5,38-45; Sprüche 20,22; Römer 12,17; 1. Thessalonicher 5,15; 2. Thessalonicher 1,6

Vierzig Jahre lang kämpfte Frau Anita Cemenescu gegen die Zigarettensucht ihres Mannes Marin. Sie nörgelte, beschwerte sich, schimpfte und redete auf ihn ein. Was auch immer ihre Beweggründe waren, ihre Bemühungen haben ihn nur darin bestärkt, seine Gewohnheit heimlich fortzusetzen. Vierzig Jahre lang versteckte Marin Cemenescu seinen verbotenen Tabak und schlich sich wie ein Schuljunge in sein Versteck und sagte sich, dass er eines Tages seine Rache bekommen würde.

Im Alter von 76 Jahren starb Marin. Aber er hatte sich seine Rache gut überlegt. Als das Testament schließlich verlesen wurde, sah es vor, dass Anita die von ihr so verachtete Gewohnheit annehmen musste, um sein Vermögen zu erben. Die 63-jährige Frau sollte für den Rest ihres Lebens täglich fünf Zigaretten rauchen.

#3 Professor Bonk

Professor Bonk (Symbolbild) Foto Rick Bundschuh
Thema: Sei ehrlich. Gott wird alles aufdecken, was wir gerne geheim halten möchten.

Bibelstellen: Sprüche 24,26; Kolosser 3,9-10; Titus 2,7

In einem Jahr gab es im Chemiekurs der Duke University zwei Studenten, die in allen Tests, Laborarbeiten und Zwischenprüfungen ziemlich gut abschnitten. Vor der Abschlussprüfung waren sie sich sicher, dass sie die besten Noten bekommen würden.

Sie waren so zuversichtlich, dass sie beschlossen, am Wochenende mit Freunden von einer anderen Universität zu feiern, obwohl die Chemieprüfung am Montag stattfand. Auf der Party lief alles aus dem Ruder und die beiden Freunde verschliefen. Sie kamen zu spät und verpassten die Abschlussprüfung.

Die jungen Männer erklärten ihrem Chemieprofessor, Professor Bonk, warum sie die Prüfung verpasst hatten. Sie erzählten ihm, dass sie über das Wochenende zu einer anderen Universität gefahren waren und eigentlich rechtzeitig zurückkommen wollten, um zu lernen und die Prüfung zu schreiben.

Andacht zum Thema »Ehrlichkeit«
Wie oft versuchen wir im Leben, uns einen Vorteil zu verschaffen, indem wir die Wahrheit verdrehen oder ganz offen lügen? Wie oft opfern wir Ehrlichkeit, um anderen einen Schritt voraus zu sein? Mit dieser Andacht hilfst du deinen Jugendlichen darüber nachzudenken, was Ehrlichkeit bedeutet.

Aber sie hatten auf dem Rückweg eine Reifenpanne. Leider hatten sie keinen Ersatzreifen dabei und konnten lange Zeit keine Hilfe bekommen. So kamen sie zu spät zurück, um die Prüfung zu schreiben.

Professor Bonk war einverstanden, dass die beiden die Prüfung am nächsten Tag nachholen konnten. Voller Freude und Erleichterung lernten sie in der Nacht fleißig und erschienen am nächsten Morgen pünktlich zur Prüfung.

Der Professor setzte sie in getrennte Räume und gab jedem ein Prüfungsheft. Jeder schaute sich die erste Aufgabe an, die etwas mit chemischen Lösungen zu tun hatte und fünf Punkte wert war. »Cool«, dachten sie, »das wird einfach sein.«

Aber als sie zur nächsten Aufgabe blätterten, waren sie nicht auf das vorbereitet, was sie sahen. Die Frage lautete: Welcher Reifen? (95 Punkte)

Inspire Andacht 16: Wann ist lügen okay?
Ein Werkzeug für Jugendleiter mit wenig Zeit. Dieses Curriculum mit Andachten und kreativen Elementen für deine Jugendarbeit, hilft dir Woche für Woche Jugendlichen die Bibel näherzubringen.

#4 Ein fairer Tausch

Ein fairer Tausch (Symbolbild) Foto Rick Bundschuh
Thema: Komme Gott näher, der dich kennenlernen möchte. Die Idee eines bescheidenen Tausches zwischen einem bedeutenden Mann und einem Kind veranschaulicht, dass Gott jeden von uns als wichtig ansieht und Zeit mit uns verbringen möchte.

Bibelstellen: Jakobus 4,8; 2. Korinther 5,20-21

Nachdem Albert Einstein, der berühmte und brillante Physiker, einige Monate in Princeton gelebt hatte, entdeckten die örtlichen Journalisten, dass ein zwölfjähriges Mädchen fast jeden Nachmittag zu Einstein nach Hause kam. Die Mutter des Mädchens hatte nicht daran gedacht, Einstein nach diesem Brauch zu fragen, bis die Zeitungen darüber berichteten. Als sie endlich die Gelegenheit dazu hatte, fragte sie: »Was könnten meine Tochter und Sie, der große Albert Einstein, gemeinsam haben, dass Sie so viel Zeit miteinander verbringen?« Einstein antwortete schlicht: »Sie bringt mir Kekse und ich mache ihre Mathehausaufgaben.«

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Icebreaker Fragen sind eine der besten Methoden, um mit Kindern und Jugendlichen ins Gespräch zu kommen. Sie sind perfekt, um neue Leute kennenzulernen und Neues über die anderen in der Gruppe zu erfahren.

#5 Der kleine Mann von Nürnberg

Der kleine Mann von Nürnberg (Symbolbild) Foto Rick Bundschuh
Thema: Statt deine Schwächen hervorzuheben, solltest du deine von Gott gegebenen Fähigkeiten bestmöglich nutzen. Wir beklagen uns über unser Los im Leben: Unser Haar ist zu glatt oder zu lockig. Wir können nicht den Ruhm oder die sportlichen Fähigkeiten anderer erreichen. Diese Geschichte zeigt, was ein Mensch trotz enormer Handicaps erreichen kann.

Bibelstellen: Matthäus 25,14-29; Römer 8,28

Die Kinder liefen die Straße hinunter und riefen aufgeregt: »Der kleine Mann kommt! Der kleine Mann kommt!« Die Menschen verließen ihre Geschäfte und Häuser und zogen schnell zu einer hell erleuchteten Bühne im Stadtzentrum. Eine Berühmtheit war in diese kleine bayerische Stadt gekommen. Die Bewohner hatten zwar schon vom kleinen Mann gehört, aber sie sahen ihn zum ersten Mal öffentlich auftreten. Die Vorfreude lag in der Luft, als sich das ganze Dorf versammelte.

Schon lange, bevor Matthias Buchinger die Bühne betrat, bildete sich eine dichte Menschentraube. Bekannt als »Der kleine Mann von Nürnberg« begeisterte er sein deutsches Publikum im 18. Jahrhundert mit spektakulären Tricks mit Bechern und Bällen, die bis heute nicht erklärt werden können. Er war sehr beliebt und einer der berühmtesten Bühnenkünstler seiner Zeit. Außerdem war er ein Experte in Kalligraphie und spielte vier Musikinstrumente, darunter den Dudelsack.

Nicht schlecht für einen Mann, der weder Hände noch Beine hatte und nur etwa 70 cm groß war.

#6 Du dachtest, ein Nasenpiercing sei extrem

Du dachtest, ein Nasenpiercing sei extrem (Symbolbild) Foto Rick Bundschuh
Thema: Für wahre Schönheit musst du nach innen schauen. Wir sind besessen davon, »gut auszusehen«. Die Bibel warnt davor, zu viel Wert auf unser Äußeres zu legen, vor allem, wenn das bedeutet, dass wir die wahre Person in unserem Inneren ignorieren. Dieser Blick auf aktuelle Stile aus der Vergangenheit zeigt, wie weit die Menschen gegangen sind, um attraktiv auszusehen, je nach Mode ihrer Zeit.

Bibelstellen: 1. Petrus 3,3-4; Sprüche 11,22; 31,30

Im Laufe der Jahrhunderte haben die Menschen im Namen der Schönheit einige ziemlich verrückte Dinge getan.

100 »Würdest du eher«-Fragen
»Würdest du eher«-Fragen eignen sich bestens als Kennenlernfragen, um das Eis in einer Gruppe zu brechen.

Denke an Folgendes:

Englische Frauen aus dem achtzehnten Jahrhundert trugen manchmal meterhohe Perücken. Diese unglaublichen Frisuren wurden mit Mehl bestäubt und mit ausgestopften Vögeln, Nachbildungen von Gärten, Obsttellern oder Schiffsmodellen geschmückt. Manchmal waren die Perücken so aufwendig und teuer, dass sie mehrere Monate lang getragen wurden. Um sie zusammenzukleben, wurden die Perücken mit Schmalz (Tierfett) bestrichen. Insekten und Mäuse fanden das lecker. Als Zubehör wurden rattensichere Drahtkappen und spezielle Kissen verkauft, die die Kunstwerke bedeckten und zusammenhielten. Die Perückenmanie endete 1795. Eine Steuer auf Haarpuder machte sie zu teuer.

Ägyptische Frauen entfernten 1500 v. Chr. mit einer eigens entwickelten goldenen Pinzette jedes einzelne Haar und polierten ihre kahlen Köpfe mit Tüchern auf strahlenden Glanz.

Hundert Jahre später war es bei wohlhabenden Frauen der letzte Schrei, sich einen großen Kegel mit parfümiertem Fett auf den Kopf zu setzen und ihn den ganzen Tag dort zu lassen. Im Laufe des heißen ägyptischen Tages schmolz das Fett und tropfte langsam den Körper herunter, sodass ihre Haut mit einem glitzernden Ölfilm überzogen und ihre Kleidung mit Duft durchtränkt wurde.

Blitzrunde
Schnell, Schneller, Blitzrunde!

#7 »Ich werde klagen!«

Eine wahre Geschichte