💬 In diesem Beitrag:
- Was es braucht, damit die Sicherheit im Netz für Teenager gewährleistet ist. Ist das überhaupt möglich?
- Jugendliche möchten Kleidungsstücke ohne auffällige Logos tragen, um reich zu wirken. Was steckt tatsächlich dahinter?
- Mental Health & Muttertag
Drei Themen
1. Regeln für die Social-Media-Nutzung von Jugendlichen

Im Kern: Die American Psychological Association (APA) hat eine Reihe von Empfehlungen zum Umgang von Jugendlichen mit sozialen Medien veröffentlicht.
Warum das eine Wendung im Diskurs ist: Erstmals hat die APA (die Big Player der Psychologie) zehn umfassende Empfehlungen zusammengestellt. Diese Tipps basieren auf echter Forschung und können sowohl von Familien als auch von Fachleuten im Bereich der psychischen Gesundheit angewandt werden. Die wohl wichtigste Empfehlung ist Nummer 9 auf der Liste: junge Menschen im Bereich digitaler Kompetenz und Online-Verhalten zu schulen, bevor sie ins Haifischbecken der sozialen Medien geworfen werden. Abgesehen von dieser Empfehlung konzentriert sich der Großteil der Empfehlungen auf die Überwachung von Jugendlichen durch Eltern und pädagogisch Verantwortliche im Online-Bereich.
Therapeut Robert Keane weist in seinem Interview darauf hin, dass es unrealistisch ist, von Eltern zu erwarten, dass sie ihre Teenager rund um die Uhr vor den dunklen Seiten des Internets beschützen können. Die Wahrheit ist, die Jugendlichen wissen oft mehr über soziale Medien als ihre Eltern. Keane sagt:
»Wir befinden uns in einer Krise, und die Möglichkeiten für Familien oder Eltern, diese zu bewältigen, sind derzeit sehr eingeschränkt.«
Stattdessen sollten die Tech-Giganten und die Regierung mehr Verantwortung übernehmen und die Online-Welt für unsere Jugendlichen sicherer gestalten. Die meisten würden zustimmen, dass die Sicherheit der Jugendlichen im Netz eine Teamleistung aller Beteiligten erfordert. Aber für viele Eltern scheint dieses Idealbild momentan noch wie ein ferner Traum.
2. Quiet Luxury: Reich wirken
Worum es geht: Jugendliche suchen nach Kleidung im »Quiet Luxury«-Stil (zu Deutsch: stiller Luxus). Dieser Stil zielt darauf ab, einen Hauch von Reichtum auszustrahlen, ohne dabei auf auffällige Markenlogos zurückzugreifen.
Wo der Trend herkommt: Inspiriert wurde der Trend durch den Ausdruck »Money talks wealth whispers«, der unter den Superreichen etabliert ist. So erkennen meist nur Eingeweihte die edle Herkunft eines Kleidungsstückes ohne Logo und dezenter Eleganz. Während TikTok mit dem Hashtag #quietluxury das Bild vermittelt, dieser Trend sei neu, ist es kein neues Phänomen. Populär wurde der Trend durch die Anfänge experimenteller Mode.
Warum taucht dies Phänomen jetzt als Trend auf? Einige sehen darin eine Wiederkehr der Symptome der Rezession von 2008, als ähnliche Trends auftraten. In Zeiten finanzieller Schwierigkeiten und steigender Inflation scheint die Zurschaustellung von Reichtum als geschmacklos angesehen zu werden.
Jugendliche möchten lieber ihren Stil auf subtilere Art und Weise ausdrücken und dabei hochwertige und elegante Kleidungsstücke ohne auffällige Logos tragen.
3. Mental Health & Muttertag

Worum es geht: Jim Dalrymple schreibt auf dem Blog des Institute for Family Studies, dass die »Anti-Loneliness«-Kampagne (Anti-Einsamkeits-Kampagne) des US-Surgeon General die Kernfamilie als Instrument zur Bekämpfung von Isolation unberücksichtigt lässt.
Warum es Mütter und Väter betrifft: Mamas und Papas sind mächtige Verbündete im Kampf gegen die Epidemie der Einsamkeit. Väter spielen hier eine genauso wichtige Rolle wie Mütter. Mit dem bevorstehenden Muttertag möchten wir insbesondere die Mütter für ihre Stärke, ihren Mut und ihre Hingabe an ihre Familien wertschätzen. Es gibt Mütter, die ihre Kinder unter Schmerzen geboren haben, andere haben ihre Familien durch Adoption gegründet und wieder andere haben Rollen wie Stief- oder Ersatzmütter übernommen. Alle verdienen unsere Anerkennung. Frauen sind eine starke, schützende und mächtige Kraft, die der heranwachsenden Generation ständig zur Verfügung steht.
Selbst bei Trends wie #quietluxury prägt die Art und Weise, wie eine Mutter sich selbst gibt und über sich spricht, die Art und Weise, wie insbesondere ihre Töchter sich selbst ausdrücken und über sich selbst denken werden. Mütter haben in vielerlei Hinsicht einen großen Einfluss darauf, wie ihre Kinder die Welt sehen, und wir hoffen, dass sich an diesem Muttertag Mütter aller Art gefeiert fühlen.
1. Wie können wir einander besser helfen, mit Einsamkeit umzugehen?
2. Was schätzt du besonders an deiner Mutter?
Song
»See You Again« von Tyler, the Creator ft. Kali Uchis: Ursprünglich wurde das Lied 2017 auf seinem Album »Flower Boy« veröffentlicht und handelt von einer idealisierten Liebe. Durch einen TikTok-Trend ist der Song wieder populär geworden, hat aber wenig mit dem Text zu tun. Dabei werden die Worte »okokok« und »lalala« von Teenagern lippensynchron nachgespielt und neu interpretiert. Eine »okokok«-Person gilt in der Regel als introvertiert, zurückhaltend, selbstbewusst und beschützend, während eine »lalala«-Person als eher extrovertiert, laut, hyperaktiv und quirlig gesehen wird.
