In dem ohne Zweifel beliebtesten Spiel für deutschsprachige Jugendgruppen wird diskutiert. War ja klar, denn keiner liebt es mehr zu diskutieren als pubertierende deutsche Kids. Alibis und Ausreden werden erfunden, es wird über mögliche Mafiamitgliedschaften und Verschwörungstheorien debattiert und in detektivischer Kleinstarbeit die Mörder aufgespürt.
So wird's gespielt
Es ist Nacht in dem kleinen Städtchen Palermo und die Bürger wähnen sich sicher. Doch immer wenn es Nacht wird treffen sich die Mafiosi zu unaussprechlichen Greueltaten. Während die Mafiosi Palermo langsam ausrotten diskutieren die Bewohner tagsüber wer für die Morde verantwortlich sein könnte und richten den Verdächtigen hin.
Zu Beginn des Spiels wird ein Erzähler bestimmt, der durch das Spiel führt. Dann werden Karten mit den Buchstaben »M« für Mafiosi, »D« für Detektiv und »B« für Bürger ausgeteilt. Etwas weniger als ein Viertel der Spieler sollten Mafiosi sein, ein Spieler Detektiv und der Rest Bürger. Wenn die Spieler das möchten, können sie sich eine Identität überlegen und im Spielverlauf detaillierter ausbauen (Bäcker, Metzger, Bibliothekar, Bürgermeister, Gärtner, usw.). Dann werden die ersten Anschuldigungen hervorgebracht. Wer könnte Mafiosi sein? Selbst die Mafiosi dürfen sich, um den Schein zu wahren natürlich, auch gegenseitig angreifen.
Am Ende eines Spieltages wird die Person erhängt, die die meisten Anschuldigungen hatte. Damit scheidet sie aus dem Spiel aus und wird stiller Beobachter. Alle übrigen Bewohner Palermos schliessen dann die Augen, solange es Nacht ist. Während die Bürger und der Detektiv schlafen, erwachen die Mafiosi unter Moderation des Erzählers und suchen sich ein Opfer mit Fingerzeig aus. Danach gehen sie wieder schlafen und der Moderator weckt den Detektiv um ihm zu zeigen, wer die Mafosi sind. Dieses Wissen darf der Detektiv in den folgenden Tagen zum Vorteil der Bürger nutzen, ohne dass er dabei seine Identität preisgibt.
Zu beginn des neuen Spieltages wachen alle wieder auf, bis auf die Person, die in der Nacht getötet wurde. Der Erzähler denkt sich spontan die Todesart des Opfers aus und beschreibt die Umstände, sowie den Tatort um dem Spiel etwas Farbe zu verleihen. Sobald er mit seiner kurzen Rede fertig ist, fangen alle Bewohner wieder an über mögliche Mafiosi zu diskutieren, bis durch demokratische Mehrheit ein Hauptverdächtiger ausgemacht und hingerichtet wurde. Dann gehen alle wieder schlafen. Dieser Zyklus aus Tag und Nacht wiederholt sich so lange, bis entweder alle Mafiosi getötet wurden, oder die Bürger in der Unterzahl sind. Das Ziel der Bürger und des Detektivs ist alle Mafiosi zur Strecke zu bringen, während die Mafiosi andererseits das Ziel verfolgen alle Bürger zu töten.

