Teil 4 von 4 der Eltern-Serie »Du bist mehr als Körper und Gehirn«.
Ist dein Teenager gewiss, dass Menschsein bedeutet, ein geistliches Wesen zu sein, das sich nach Verbindung mit Gott sehnt? Als der Lehrer unserer Tochter der Klasse verkündete, dass sie keine Seelen haben, hatte sie genug geistliche Prägung mitbekommen, um die Tragweite seiner Behauptung zu durchdenken. Durch seine Brille des Naturalismus (es gibt nur natürliche Kräfte) und des Materialismus (es existiert nur Materie und ihre Bewegungen) behauptete er: Mensch sein heißt, ein sehr glücklicher Klumpen Energie und Materie zu sein. Du bist nur ein Körper und ein Gehirn, an dir ist nichts Geistliches.
Bisher haben wir in dieser Serie zwei praktische Wege angeschaut, wie du deinem Kind hilfst, seine Seele in Aktion zu erleben. Der erste: Momente von Staunen, Ehrfurcht und Verwunderung wecken und sie als Regungen der Seele übersetzen. Das hilft deinem Kind zu erkennen, dass es Sehnsüchte hat, die sich innerhalb der Grenzen dieses physischen Lebens allein nicht stillen lassen. Der zweite: Momente aufzeigen, in denen es sich danach sehnt, dass die Welt gut ist und Menschen freundlich zueinander sind. Erwachsene nennen das Gerechtigkeit, und es ist eine der moralischen Sehnsüchte, die säkulare Vorstellungen vom Menschsein nicht angemessen erklären können.
Unser dritter praktischer Weg, Momente einzufangen, die auf die Seele hinweisen: die Aufmerksamkeit auf unsere Sehnsucht lenken, mit etwas Größerem als uns selbst verbunden zu sein.
Fast schon geistlich
Als Teenager bin ich im Herbst jeden Freitagabend zu den Footballspielen unserer Kleinstadt gegangen. Trotz eines Mundes voller Zahnspangen marschierte ich mit meinem Saxofon um den Hals in der Band mit und versuchte, unserem Auftritt etwas von musikalischem Wert beizusteuern. Die Cheerleader gaben optimistische Sprechchöre vor, Eltern und Familien füllten die Ränge, und wir alle wollten unser schwaches Footballteam aus Farmkindern zum Sieg tragen. Wir waren miteinander verbunden, vereint. Wenn ich zurückblicke, war das überwältigende Gefühl dieser Abende: Teil von etwas zu sein, das größer ist als ich selbst. Es war fast schon geistlich.
Als Menschen erleben wir viele greifbare »Verbundenheits-Momente«: Konzerte und Sportveranstaltungen, freiwilliges Anpacken nach einer Naturkatastrophe und, für Christen, die gemeinsame Anbetung mit anderen Gläubigen. Im letzten Jahrhundert und darüber hinaus hat die westliche Kultur einen harten Individualismus hervorgebracht, der dazu führt, dass manche Sehnsüchte unserer Seele nicht mehr als das erkannt werden, was sie sind. Aber in diesen Verbundenheits-Momenten wird unsere Sehnsucht, Teil von etwas Größerem zu sein, an die Oberfläche geholt. Dieses Verlangen, Teil von etwas zu sein, das gewaltig, aufregend und bedeutungsvoll ist, ist in Wirklichkeit eine Sehnsucht, Teil von Gottes größerem Plan zur Rettung der Welt zu sein und letztlich mit Gott selbst verbunden zu sein.
Führt Gespräche, die die Seele in Bewegung bringen
Lerne zu sagen:
»Manche glauben, unser Verlangen nach Verbundenheit sei nur ein Überbleibsel unseres Überlebensbedürfnisses. Ich glaube aber: Wenn wir dieses tiefe Gefühl von Verbundenheit spüren, weist es auf eine andere Wirklichkeit hin. Wir wollen wissen, dass es jemanden gibt, der größer ist als wir, der alle miteinander verbindet und uns eine Aufgabe gibt, die über uns selbst hinausreicht. Wenn du dieses Gefühl von Verbundenheit hast, dann spricht da deine Seele. Es ist ein Hinweis darauf, dass sich deine Seele danach sehnt, nicht nur mit anderen Menschen verbunden zu sein, sondern mit Gott und dem, was er in der Welt tut.«
In dieser Serie haben wir Wege besprochen, wie du deinem Kind hilfst, seine Seele in Aktion zu erleben, indem du Momente von Staunen und Ehrfurcht, Gerechtigkeit und Verbundenheit übersetzt. Bei Start to Stir helfen wir Christen zu lernen, geistliche Neugier bei Menschen zu wecken, die Glaubensfragen gegenüber gleichgültig scheinen.
Schluss mit Rätselraten.
Was in deinem Teenager vorgeht, jede Woche kurz erklärt, damit ihr im Gespräch bleibt.
Kein Spam. Nur Dinge, die dir helfen, echte Gespräche zu führen.
Das könnte dir auch helfen
- Teil 1: Du bist mehr als Körper und Gehirn: Hilf deinem Kind, seine Seele zu entdecken
- Teil 2: Staunen und Ehrfurcht: So erlebt dein Kind seine Seele in Aktion
- Teil 3: Sehnsucht nach Gerechtigkeit: So erlebt dein Kind seine Seele in Aktion
- Den Weg aus Depressionen und Ängsten finden: Die Kraft der Verbundenheit
In Zusammenarbeit mit Start to Stir. Original von Joy Stevens: »Feel Connection: Help Your Child Experience Their Soul in Action«. Deutsche Übersetzung: Andy Fronius (Pulse-Team).

